Langeweile war gestern: Fanfiction

Ihr habt euer Lieblingsbuch zu Ende gelesen und die Bibliotheken sind noch zu? Ein wahres Greuel, da geb ich euch Recht. Gut, dass es Fanfiction gibt. Ein Ort im Netz, wo ihr noch etwas länger in euren Lieblingsgeschichten verweilen dürft, lesen könnt, wie Gleichgesinnte die Story weiterdenken, oder – besser noch – wo ihr selber zum Autor oder zur Autorin werdet.

Und das Beste daran: Die bekannteste deutschsprachige Plattform www.fanfiction.de hat sich genau auf eure Lieblingsbücher spezialisiert. Hier findet ihr über 50’000 Beiträge zu Harry Potter, 14’000 zu Twilight und Hunderte Einträge zu Rubinrot, Eragon, Maze Runner oder Percy Jackson.

Dann fehlt ja jetzt nur noch eine kleine Einleitung, wie man erfolgreicher Fanfiction-Autor wird. Netterweise hat das Audible Magazin bereits ein paar Tipps zusammengestellt. Dann nichts wie los, würde ich sagen. Viel Spass!

Alles Fake oder was? April, April!

Die Medien erlauben sich seit Jahren am 1. April Scherze mit ihren Lesern und Usern. Hier zum Beispiel die Top Ten vom letzten Jahr, gesammelt von Watson, Bluewin und nau.ch.

Zürich ohne Ü-Pünktchen? Und Kaltwasserzufluss für die Aare? Na, wärt ich auch drauf reingefallen? Dann macht euch nichts draus. Oft ist es gar nicht so einfach, fake von wahr zu unterscheiden. Warum es aber überhaupt Fake News gibt, weshalb sie gefährlich sein können und wie ihr sie entlarven könnt, darum geht es bis zu den Sommerferien einmal die Woche auf diesem Blog unter der Rubrik „Alles fake oder was?“.

Und sind die Aprilscherze jetzt etwa alle Fake News? Nicht unbedingt! Denn während die Scherze spätestens am 2. April aufgeklärt werden (und zwar von denen, die sie verbreitet haben), ziehen die Fake News ungestört ihre Kreise. Ich finde, dieses Video bringt es ganz gut auf den Punkt. Schaut es euch an und denkt bei der nächsten WhatsApp, Twitternachricht und Co daran: Nicht alles, was im Netz kursiert, ist auch wahr. Im Gegenteil.

 

 

Langeweile war gestern: Sport

Ich habe bekanntlich NULL Ahnung von Fussball und hab’s auch sonst nicht so mit Sport, aber es soll hier ja für alle was dabei haben. Darum Bühne frei für Freddi und Daniel von „Fit zu Hause“. Sie haben ein spezielles Corona-Workout zusammengestellt, das ich euch natürlich nicht vorenthalten will. Also: Feissig mitmachen und danach mit einem Buch entspannen.

Langeweile war gestern: Filme für die Erde

Auf Filme für die Erde kann man (oft kostenlos) Filme zu den Themen Natur, Umwelt und Mensch streamen. Hochwertig, informativ und brandaktuell findet ihr hier Material, das zum Nachdenken anregt.

Auch diese Institution hat sich was für die Coronakrise ausgedacht und bietet ein Stay at Home Cinema an. Zum Beispiel mit dem Film The Human Element. Reinschauen lohnt sich.

Vorteil: Mal andere Filme, da nimmt man wirklich was mit
Nachteil: Teilweise schwere Kost, aber das muss ja nicht nur negativ sein.

Langeweile war gestern: Bibliotheken

Da ihr doch bestimmt alle schon schmerzlich eure Bibliothek vermisst, will ich euch mit folgenden Links trösten ; ) Denn hier kommt ihr weiterhin an kostenlose Lektüre. Aber seht selbst:

Die Kantonsbibliothek Liestal gibt allen Schülerinnen und Schülern und allen Lehrpersonen des Kantons die Möglichkeit, ihr digitales Angebot bis auf Weiteres GRATIS zu nutzen. Wer von der Sek Sissach Interesse daran hat, meldet sich bei mir, dann erstelle ich ihm/ihr ein Konto. Klingt doch gut, oder?

Und wer in der GGG in Basel bereits ein Konto hat, darf sich freuen: digitale Medien sind da nämlich inberiffen. Alle anderen finden sicher schnell ein passendes Abo.

Vorteil: meist gratis, Riesenauswahl
Nachteil: Es ist eine Bibliothek, da gibt es keine Nachteile ; )

Langeweile war gestern: Programmieren mit Python

Wer sich schon immer mal ans Programmieren mit Python wagen wollte: Jetzt ist die Zeit dafür. Seit gestern läuft ein 10-wöchiger Kurs, der wegen der Schulschliessung komplett online stattfindet. Der Arbeitsaufwand für euch beträgt ca. 1 Stunde die Woche. Aber das Beste ist: Ihr braucht kein Vorwissen, sondern lediglich einen Computer und eure E-Mail-Adresse.

Der Anbieter selbst behauptet, so einfach war’s noch nie. Na dann: Nichts wie rein ins Vergnügen ; )

Vorteil: gratis, kein Vorwissen nötig, braucht keine spezielle Software
Nachteil: sehe gerade keinen …

Langeweile war gestern: BRAVO

Auch das Magazin BRAVO hat sich etwas Schönes überlegt für diese Krisenzeit und stellt alte Ausgaben gratis als Download zur Verfügung. Ihr findet hier jeweils eine Ausgabe aus den Jahren 1956 bis 1994 (weil sie erst bis dahin digitalisert haben). Ich weiss, das sind definitiv nicht eure Jahrgänge, aber dafür gibt’s für euch umso mehr zum Lachen und Schmunzeln.

Vorteil: gratis, gute Unterhaltung, Einblicke in die „Probleme“ der Generation euer Eltern
Nachteil: keinen

Langeweile war gestern: Escape Room

Die Schule ist geschlossen und viele von uns können nicht mal mehr richtig raus. Zwar bekommt ihr alle Schulaufgaben, aber die nehmen meist weniger Zeit in Anspruch als der reguläre Schulalltag. Also werde ich euch via Blog mit lustigen, spannenden und kreativen Links versorgen. Langeweile muss nicht sein! Ich hoffe, mein Blogger-Team unterstützt mich dabei, immerhin wissen sie am besten, was euch Spass macht.

Anfangen möchte ich mit einem Digital Escape Room zu Harry Potter, Stein der Weisen. Da kommen gleich zwei meiner Lieblingsthemen zusammen! Und er ist gratis. Viel Spass.

Vorteil: gratis, kann alleine oder in Gruppen gespielt werden
Nachteil: etwas selbstgestrickt, aber hey, wir könnten es auch nicht besser

Verbotene Videos, Kleiderordnung und ein Fest

Am Montag, 3. Februar haben sich die Deligierten des Schülerparlaments wieder getroffen, hier das Wichtigste in Kürze:

1. Fotos und Videos von Lehrpersonen und SuS während des Unterrichts zu machen, ist verboten. Es verletzt das Persönlichkeitsrecht. Nicht Beachten dieses Verbots wird mit einem Verweis (entspricht einer Verwarnung, quasi einer gelben Karte) geahndet. Mehrere Verweisen können zu einem Time-out führen.
Zusätzliche Infos zu Videos: Das Versenden von pornografischen und gewaltverherrlichenden Videos ist strafbar. Seid vorsichtig, was ihr im Netz verbreitet.

2. Viele Logos sind eingereicht worden. Wir haben uns aber noch nicht für eines entschieden.

3. Kleiderordnung ist ebenfalls in der Umsetzung. Ihr erfahrt bald mehr.

4. Neues Schulhaus: Das neue Schulhaus soll mit einem Fest eingeweiht werden!

Die nächste Sitzung findet am 23. März statt. Wenn ihr Fragen und Themen habt, dann sagt das euren Deligierten oder füllt einen Zettel im Lesezentrum aus und werft ihn in den Briefkasten (hängt an der 1. Säule rechts im Lesezentrum).

Bis bald
Das Schülerparlament

Eine kleine Weihnachtsgeschichte

Damit ihr nicht in den Türchen suchen müsst, gibt es hier nochmals die Geschichte von Maria und Jael am Stück. Viel Spass!

 

Teil 1: Nick

Ich starre auf den riesigen Berg von Geschenken. Er ist so gross, dass ich auf die Zehenspitzen stehen muss, um ihn zu überblicken. Gerade als ich mich setzen will, kommt mein Vater hinein. Er wirkt sehr erschöpft und traurig. «Was ist passiert, Santa?», frage ich. Als er mir nicht antwortet, beginne ich mir Sorgen zu machen. Es vergehen einige Minuten, bis er mir antwortet: «Meine Wichtel sind alle krank geworden, ich kann die Geschenke morgen nicht alleine verteilen. Ich ahne schon, was er als Nächstes sagt. «Nick ich weiss, du hast momentan selbst viel um die Ohren mit dem Umzug und der neuen Schule, aber du wirst mir einfach helfen müssen.» Oh nein! Nicht auch das noch. Ich will gerade etwas entgegnen und protestieren, als Santa in seinen Schlitten steigt und davonfliegt.

Heute ist Heiligabend. Mein Vater und ich schleppen die grossen Säcke voll mit Geschenken zum Schlitten und binden sie hinten mit einem Geschenkband an. In wenigen Minuten geht es los. Lustlos spanne ich die Rentiere vor den Schlitten und steige hinein. Die Rentiere beginnen zu springen, während wir langsam abheben.

Nach geschlagenen zwei Stunden steige ich endlich aus. In meiner Hand halte ich drei Geschenke und einen Stadtplan. Das erste Haus ist zum Glück nicht weit. Es hat einen grossen Kamin, durch den ich sicher durchpasse. Ich entscheide mich aber trotzdem für die Tür, die nur angelehnt ist. Singend öffne ich sie und trete leise ein. Ich gehe ins Wohnzimmer zum Tannenbaum und will die Geschenke abstellen, als ich sie sehe …

 

Teil 2: Julia

“Jingle Bells, Jingle Bells Jingle …”

Ich öffne die Augen und setze mich im Bett auf. Was höre ich denn da? Jemand singt ein Weihnachtslied. Ist etwa jemand bei mir eingebrochen oder habe ich bloss wieder vergessen, das Radio abzustellen? In den letzten Tagen spielen sie ja nur noch die gleichen Lieder – genau, Weihnachtslieder!!! Ich kann sie langsam nicht mehr hören. Ich bin jetzt so müde, dass ich einfach keine Lust habe, jetzt aufzustehen und das Radio auszuschalten. Soll es doch einfach weiterlaufen. Also lege ich mich hin und versuche wieder einzuschlafen.

Doch es geht nicht lange, bis ich erneut aufsitze. Dieses Mal habe ich Schritte gehört. Jemand ist in meinem Zuhause. Jetzt nehme ich meinen ganzen Mut zusammen und gehe in den oberen Flur. Von dort kann man direkt in das Wohnzimmer sehen. Aber was sehe ich denn da? Eine Gestalt in einem rot-weissen Mantel mit Mütze und einem weissen Bart (der unecht ist, das kann ich sogar mit meinen verschlafenen Augen von hier oben sehen. Wusste ich doch, dass das alles nur Betrüger sind!). Aber jetzt zurück zur Sache. Was macht der Typ da? Ich überlege lange, was ich jetzt tun soll. Oh, bin ich blöd, heute ist doch Heiligabend und der Möchtegern-Samichlaus verteilt die Geschenke. Ich schaue auf die Uhr, die an der Wand hängt. Es ist schon Mitternacht, ich sollte lieber schlafen gehen. Ich schleiche zurück in mein Zimmer, aber als ich die Türe aufmachen will, bleibe ich noch einmal stehen. Ich lausche ein letztes Mal diesem nervigen Lied, das plötzlich so wunderschön klingt. Ich lausche noch etwas länger. Ich hätte nie gedacht, dass der Weihnachtsmann so schön singen kann.

 

Teil 3: Nick

Ich sehe sie an und sie schaut verängstigt zurück. Sie erkennt mich nicht, was jetzt auch kein grosses Wunder ist, da ich einen riesen Bart im Gesicht habe und komplett mit Schnee bedeckt bin. Aber ich erkenne sie. Sie ist das wunderschöne Mädchen, das ich in der Schule gesehen habe. Ich weiss ihren Namen nicht, vermute aber, dass sie Julia heisst, da dies auf dem einen Päckchen steht. Wir schauen uns noch eine Weile an und wollen beide etwas sagen, bringen jedoch keinen Ton heraus. Gerade als ich mich zusammengerissen habe und überlege, was ich zu ihr sagen soll, taucht Santa auf und zieht mich aus dem Haus. «Wieso hat das so lange gedauert? Wir müssen schnell weiter zum nächsten Haus, sonst schaffen wir es bis morgen nicht.»

Mein Wecker klingelt und ich öffne meine Augen. Ich bin noch so müde von gestern Nacht. Heute ist aber wieder Schule und ich muss mich noch anziehen und frühstücken. Die ganze Zeit muss ich an Julia denken. Wieso habe ich denn nichts zu ihr gesagt? Ich hätte nach ihrer Nummer fragen können oder ihr zumindest meinen Namen verraten sollen. Ich muss sie heute unbedingt in der Schule ansprechen. Hoffentlich sehe ich sie heute.

Gerade als ich aus dem Bus aussteige, sehe ich sie. Sie sitzt auf einer Bank und redet mit ihren Freundinnen. Ich nehme all meinen Mut zusammen und spreche sie an. «Hey, Julia, hast du heute schon was vor?», frage ich sie mit zitternder Stimme. Zuerst beachtet sie mich gar nicht, und als sie sich dann doch zu mir umdreht, macht sie nur ein genervtes Gesicht und sagt, ich solle abhauen, sie habe Wichtigeres zu tun. Mein Herz schmerzt und ich spüre wie mir die Tränen kommen. Ich will ihr erzählen, dass ich der Weihnachtsmann von letzter Nacht war, aber sie hört mir nicht einmal zu. Julia steht auf und geht, ohne mich noch eines Blickes zu würdigen. Ich kann die Tränen nicht mehr zurückhalten und renne schnell wieder zur Bushaltestelle. Der Tag ist gelaufen! Ich werde wieder nach Hause fahren, in die Schule gehe ich heute sicher nicht!

 

Teil 4: Julia 

Am nächsten Tag in der Schule:

Es ist nur noch ein Tag bis zu den Ferien. Ich habe mir vorgenommen, den Jungen, der als Weihnachtsmann verkleidet bei mir Zuhause war, heute zu finden. Jedoch bin ich immer noch sehr verwirrt, als mich gestern dieser Typ angesprochen hatte. Was wollte er von mir? ich hätte ihm am liebsten gesagt, dass ich einen Freund hätte und sehr verliebt bin. Doch das stimmt ja nur teilweise. Ich bin verliebt (in den Weihnachtsmann, also eigentlich in den Jungen, der sich als Weihnachtsmann ausgibt!), aber einen Freund habe ich nicht (obwohl ich es mir sehr wünschte), also habe ich gesagt, dass er verschwinden soll und ich Besseres zu tun hätte. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr wünsche und hoffe ich, dass ich ihn endlich finde. Mein einziger Hinweis: seine Stimme.

Ein paar Stunden später: 

Ich geb’s langsam auf. Die letzte Schulstunde ist bald fertig. Dann ist die Schule fertig, alle gehen nach Hause und dann werde ich ihn nicht mehr sehen. Es ist hoffnungslos! Jetzt klingelt es und alle rennen aus dem Schulhaus. Endlich sind Weihnachtsferien! Das ist zwar toll, aber ich habe ihn nicht gefunden. Traurig laufe ich zur Bushaltestelle und warte auf den Bus. Als der Bus da ist und alle einsteigen, gibt es wie immer ein Riesengedränge. Jeder will einen Platz haben. Zum Glück kriege ich noch den letzten Platz. Der Bus fährt los. Ich schaue aus dem Fenster. Ich habe Kopfschmerzen, denn im Bus ist es sehr laut. Plötzlich richte ich mich auf. Ich höre jemanden singen. Es ist ein Weihnachtslied. ich mag die zwar wirklich nicht gerne, aber die Stimme ist einfach so wunderschön. Ich höre noch eine Weile zu, bis ich begreife, dass die Stimme genau so klingt, wie die an Heiligabend bei mir zu Hause. Es muss einfach der gleiche Typ sein. Ich richte mich auf und drehe mich um. Ich schaue im Bus umher, bis ich einen singenden Jungen sehe. Es ist der, der mich gestern angesprochen hat. Jetzt bekomme ich ein bisschen ein schlechtes Gewissen. Ich bin mir ganz sicher, dass er es ist. Ich stehe auf, nehme meine Sachen und gehe zu ihm rüber. Mein Herz pocht, doch ich muss es einfach tun. Ich will das tun. Ich spreche ihn mit „Hallo, ich bin Julia“ an. Er schaut zu mir hoch. Seine Augen sind wunderschön, genau wie seine Stimme. Er nimmt seinen Rucksack von dem Platz neben sich und deutet mir an, dass ich mich setzten soll. Ich setze mich und wir beginnen ein Gespräch. Es stellt sich heraus, dass er der Sohn vom Weihnachtsmann ist. Verrückt, oder? Wir verstehen uns wirklich super. Wir wohnen sogar nur zwei Strassen voneinander entfernt, das heisst, wir können zusammen in die Schule und gemeinsam wieder nach Hause gehen. Zum Abschluss gibt er mir einen Kuss auf die Wange. Ich glaube fest daran, dass aus uns etwas wird.