Alles fake oder was? Gute Quellen finden

Nicht alles, was im Internet steht, stimmt auch. Das wisst ihr bereits. Doch wie könnt ihr eine gute von einer schlechten Quelle unterscheiden? Hier 8 Tipps, mit denen es bestimmt klappt.

1. Ist die Quelle relevant?
Eine gute Quelle hat auch tatsächlich etwas mit dem Thema, das du recherchierst, zu tun. Eigentlich logisch ; )

2. Wer ist der Urheber?
Ist der Urheber klar erkennbar? Ist er/sie vom Fach? Oftmals findet ihr unter dem Reiter „Kontakt“ oder „über mich/uns“ mehr Infomartionen. Auch im Impressum stehen Angaben. Ist aber partout kein Urheber erkennbar, solltest du die Finger vom Artikel lassen.

3. Welche Zielgruppe wird angesprochen und welcher Zweck verfolgt?
An wen richten sich die Informationen? Und warum hat der Autor sie veröffentlicht? Will er möglichst neutral über das Thema informieren, will er Stimmung machen oder sogar etwas verkaufen? Die Adressaten und der Zweck der Veröffentlichung sagen viel über die Seriosität aus.

4. Wie aktuell sind die Informationen?
In unserer Bibliothek gilt: Sachbücher, die älter als 10 Jahre sind, werden entsorgt. Denn dann sind sie meist veraltet. Ausser ihr wollt etwas über den damaligen Wissensstand recherchieren. Aber das ist eine andere Geschichte. Gerade Themen wie Social Media oder Politik verlangen dringend nach aktuellen Quellen. Historische Ereignisse (z.B. die franszösische Revolution) verändern sich nicht mehr, könnte man meinen. Aber Vorsicht: Auch hier kann sich der Forschungsstand ändern.

5. Welchen Eindruck hast du insgesamt von der Quelle?
Wenn ein Text vor Rechtschreibfehlern nur so strotzt, völlig verwirrend strukturiert ist oder eine extrem saloppe Wortwahl hat, ist er als seriöse Quelle kaum geeignet.

6. Sind die Informationen transparent und nachprüfbar?
Seriöse Autoren werfen nicht einfach mit vermeintlichen Fakten, Zahlen und Daten um sich: Sie machen deutlich kenntlich, woher sie welche Informationen haben.

7. Im Journalismus gilt: mind. 2 Quellen
Die meisten Artikel haben weiterführende Links. Nutzt das aus. Und gebt euch nicht nur mit Wiki zufrieden, auch wenn es ein guter Start ist.

8. Buch oder Internet?
Beide haben ihre Vor- und Nachteile: Bei den meisten Büchern sind die Informationen auf das Wesentliche runtergebrochen, das hilft bei der Auswahl. Das Netz ist dafür aktueller. Ich empfehle daher stets eine Mischung, resp. die Entscheidung vom Thema abhängig zu machen.

Und bei Fragen hilft euch die Bibliothekarin gerne weiter ; )

Meine Quelle für diese Punkte findet ihr übrigens hier.

Langeweile war gestern: Grammatik

Zugegeben, das mag jetzt für manche seltsam anmuten. Die Grammatik hat ja leider einen arg schlechten Ruf, den ich hier aber gerne mal verteidigen möchte! Grammatik erklärt euch die Sprache, Sprache erklärt euch die Welt – das kann doch gar nicht langweilig sein, oder?

Wie dem auch sei: Es ist ja nicht immer ganz klar, wie was geschrieben wird und warum. Bis im letzten Monat war canoonet.eu mein Geheimtipp für euch, seit April 2020 wurde aber ein Grossteil der Seite von LEO übernommen. Darum könnt ihr euch neu hier Rat holen. Das Gute daran: Hinter dem Buch-Icon neben einem Wort versteckt sich die Flexionstabelle. Und auf Fragen rund um die Sprache antwortet Dr. Bopp.

Gebt der Grammatik eine Chance, sie hat es verdient. Zumal es manchmal doch sehr hilfreich ist, wenn man sie versteht. Das zeigen folgende Beispiele.

Gross- und Kleinschreibung:

Der Gefangene floh.
Der gefangene Floh.

Das sieht dir ungeheuer ähnlich.
Das sieht dir Ungeheuer ähnlich.

April 2019: frühlingshaft
April 2020: Frühlingshaft

Komma:

Wir essen jetzt Opa.
Wir essen jetzt, Opa.

Er will sie nicht.
Er will, sie nicht.

Langeweile war gestern: Simon’s Cat

Ich befürchte, in jeder Sammlung von Links gehört irgendwann auch ein Link zu einem Katzenvideo. Sorry, das muss leider sein. Aber wir nehmen es mit Humor. Deshalb gebe ich euch als letztes Goody, bevor der Fernunterricht weitergeht (und damit verbunden auch etwas schulnähere Links) – Tommelwirbel – Simon’s Cat. Meine Lieblingskatze überhaupt, auf die nicht einmal ich allergisch reagiere.

Enjoy!

Langeweile war gestern: Chimamanda Adichies TED Talk

Bei TED-Talks kann man in nur 18 Minuten wahnsinnig viel lernen. Die Idee dahiner: Menschen aus verschiedenen beruflichen Gebieten (ursprünglich Technologie, Entertainment und Design) machen ihre Ideen in 18 Minuten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Und das sehr anschaulich und ansprechend.

Seit 2009 werden die besten Talks online gratis zur Verfügung gestellt. Reinschauen lohnt sich allemal. Meine Empfehlung für heute: Chimamanda Adichie spricht über „Die Gefahr einer einzigen Geschichte“. Hier wird deutlich, wie Bücher unser Weltbild prägen – und das nicht nur im Guten. Also: Seid euch dessen bewusst und hinterfragt stets kritisch, was ihr gerade lest.

Übrigens: dieser TED-Talk ist einer der am meisten aufgerufenen aller Zeiten. Er ist aber auch wirklich gut!

Alles fake oder was? Mythos oder wahr?

In den letzten Tage habe ich auf meinem Instagramaccount ein paar Behauptungen aufgestellt. Zeit, dass ich Klarheit schaffe, was denn nun ein Mythos ist und was wirklich stimmt. Hättet ihr’s gewusst? Übrigens und ganz wichtig: Meine Informationen stammen immer aus mindestens 2 Quellen. Wie ihr vertrauenswürdige Quellen erkennt, erklär ich euch im nächsten Post zu „Alles fake oder was?“.

Jetzt aber zurück zu meinen Behauptungen:

1. Schoggihasen werden aus geschmolzenen Schoggichläusen hergestellt.
-> Das ist natürlich Quatsch. Die Redaktion von Watson erklärt auch, warum. Übrigens: Watson ist nicht meine einzige Quelle, ALLE Seiten, die ich mir angeschaut habe, haben diesen Mythos auffliegen lassen.

2. Knoblauch schützt vor Covid-19.
-> Eine derzeit gefährliche Behauptung, an der aber schlichtweg nichts dran ist. Knoblauch ist sehr gesund und wirkt antiseptisch, gerade bei den Atemwegen. Das heisst aber noch lange nicht, dass es vor Covid-19 schützt!

3. Bücher machen schlau.
-> Tja, das stimmt aber wirklich. Deutschlandfunk Nova bringt es gut auf den Punkt. Vor allem das soziale Denken wird durch Geschichten gefördert. Spannend daran: Fiktion macht schlauer als Sachbücher. Also, nichts wie ran an die Bücher

4. Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.
-> Das habt ihr bestimmt auch schon gehört. Wusstet ihr aber, dass es im Original genau umgekehrt steht? Nämlich: „Nicht für das Leben, sonder für die Schule lernen wir.“ Da hat euch jemand ganz schön reingelegt. Wobei: Letztendlich ist es wohl eine Mischung, schliesslich nehmen wir alle  Unterschiedliches aus der Schule in unser zukünftiges Leben mit.

5. Kalter Kaffee macht schön.
-> Leider nein. Der Ratschlag stammt noch aus dem Barock, als die Menschen übermässig geschminkt waren und heisser Kaffeedampf diese Schminke verschmierte. Also haben die Adeligen weiterhin dick aufgetragen, dafür aber ihren Kaffee kalt getrunken.

Langeweile war gestern: da bux

Es gibt da einen kleinen, feinen Schweizer Verlag, der ganz viel für die Leseförderung macht. da bux heisst er, und er schafft es, mit dünnen Büchern über aktuelle Themen selbst die grössten Lesemuffel zum Lesen zu bringen.

Schön, dass auch da bux sich etwas für die Coronaflaute hat einfallen lassen und ein paar seiner Autoren und Autorinnen vor die Kamera geholt hat. Hier ein paar Kostproben von Lesungen direkt aus dem Wohnzimmer:

Sunil Mann liest aus Totsch*
Alice Gabathuler liest aus Krawallnacht
Karin Bachmann liest aus Monster im Dunkeln

Und an alle Lehrpersonen: Die Arbeitsblätter, die der Verlag gratis zum Download zur Verfügung stellt, sind ebenfalls gut. Ich würde meinen, so ein Buch mit Arbeitsauftrag wäre die ideale Lektüre für nach den Ferien. Wer interesse hat, meldet sich bei mir. Ein Buch kostet knapp 9 CHF, da kann man echt nicht meckern.

 

*Totsch ist nominiert für den Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis

Alles fake oder was? Verschwörungstheorien

Derzeit kursieren ja ganz schön viele Verschwörungstheorien zum Corona-Virus. Die Amerikaner geben China die Schuld an dessen Entstehung, und Russland und China beschuldigen die USA. Es gibt Ärzte, die den Virus verharmlosen, und Impfgegner, die denken, das sei alles ein abgekartetes Spiel, um eine Impfpflicht einzuführen. Die NZZ hat das netterweise für euch am 2.4.20 zusammengefasst.

Und wie weiss ich jetzt, was eine Verschwörungstheorie ist und was nicht? Verschwörungstheorien haben oft ihren Ursprung in einer Fake News – und das Perfide daran: Je mehr man anfängt zu recherchieren, desto bestätigter fühlt man sich. Wie kommt es dazu?

So geht Medien (produziert von ARD und ZDF) bringt es auf den Punkt und erklärt, wie es zu Info-Bubbles kommt und wie man in die Verschwörungstheorie-Falle tappen kann. Ihr wollt da nicht selber reinfallen? Dann schaut euch an, wie man Verschwörungstheorien entlarvt.

 

Langeweile war gestern: One Day More

Die Briten bringen es bekanntlich oft gekonnt und mit viel Humor auf den Punkt. Das beweist auch dieses Video, in dem die sechsköpfige Marsh Familie aus Kent ihren Frust über den nationalen Lockdown singend los wird. Der Song ist ein witziges Cover-Up des gleichnamigen Songs aus Les Misérables.

Das Video ging viral (es wurde über 3 Millionen Mal in 24 h angeschaut!!) und die Familie wurde von den Medien gefeiert. Ich würde sagen: Das lohnt sich nachzuahmen. Und das Schöne daran: besonders musikalisch muss man gar nicht sein. Also trommelt eure Familie zusammen, baut eine Bühne auf und legt los!

 

Langeweile war gestern: Balladen

Bei Herrn Reimann durften die Klassen 2x und 2p Balladen schreiben. Balladen? Was ist denn das? Laut Wiki ein „mehrstrophiges, erzählendes Gedicht“. Laut wortwuchs.net ist eine Ballade „eine Gedichtform, welche Merkmale aller literarischen Großgattungen, also der Lyrik, Epik und Dramatik, vereint.“ Und laut den beiden federführenden Klassen geht es in Balladen vor allem um Tod und Mordschlag!

Alle sehr unterhaltsam zu lesen. Und vielleicht inspiriert es den einen oder die andere von euch dazu, selbst ein paar Strophen zu verfassen.

Hier also die Ballade vom Untergang der Titanik und die restlichen Balladen.

 

„Titanic“ von Flurina, 2x

Am 10. April ging es los,
und die Aufregung war gross,
Dieses Schiff galt als unsinkbar,
und alle hielten es für wahr.

Das Schiff stach also in die See,
alle Passagiere riefen Juhe.
Auf dem Schiff gab es sicher auch Diebe,
andere jedoch fanden ihre Liebe.

Alle Warnungen wurden nicht wahrgenommen,
Und so dachten alle sie seien wohlbekommen.
Doch das war falsch und es Kracht,
doch selbst da wird nur darüber gelacht.

In den Eisberg fuhren sie hinein,
doch selbst dann dachten sie die Gefahr ist klein.
Angst war keine da,
das Schiff ist schliesslich unsinkbar.

Dann endlich wurde die Gefahr erkannt,
als schliesslich Wasser in das Schiff gelangt.
Nun war nur noch eines auf der Titanic,
das war ganz klar Panik.

Das Schiff ging unter,
leider waren viele Passagiere darunter.
So hörte man am 14. April,
Die Hilferufe der Passagiere schrill.