Ich liebe Jugendromane – auch wenn ich eigentlich viel zu alt dafür bin. Warum? Weil man mit ihnen so schön in andere Welten eintauchen kann. Nichts hat so viel Pathos wie ein schnulziger Teenie-Roman. Aber manche Bücher bringen einen auch zum Nachdenken, Weinen, Lachen und und und.
Und weil es heute viel mehr Bücher für Teenies gibt als noch zu meinen Teenie-Zeiten, muss ich jetzt eben nachholen. ABER es gibt auch unendlich viel Ramsch. Bücher voller Klischees, komplett überholten Genderrollen und leider auch ganz viele Bücher voller Vorurteile gegenüber Andersartigkeit. Manche sind gut gemeint, aber derart schlecht umgesetzt, dass der Schuss nach hinten losgeht.
Gut, dass es die Datenbank „Kolibri“ gibt, die euch wirklich gute Bücher vorstellt. Hinter Kolibri verbergen sich an die 20 Leserinnen und Leser in Basel und Zürich, die die Bücher lesen und kritisch diskutieren. Ich bin eine davon und seit über 10 Jahren dabei. Hier entdecke ich Bücher, die ich nie gelesen hätte, aber in denen sich mir wahrlich neue Welten auftun. Aber auch ganz viele Bücher, über die ich nur den Kopf schütteln kann. Dann lege ich es zur Seite und freue mich auf das nächste. Ich weiss nie genau, was mich erwartet. Ich glaube fast, dass ist das wirklich Magische an Büchern.