Vögel

Angela blickt in den grauen Himmel und erblickt einen Vogel. Ach wie schön wäre es, auch dort oben zu sein, in Freiheit und ohne Last, denkt sie traurig. Du musst wissen, dass erst kürzlich ihre Mutter an Kerbs gestorben ist und sie jetzt bei ihrer Tante Sofie wohnt. Sie ist nun eine Waise. Ausserdem hat ihr Freund mit ihr Schluss gemacht und sie hat bald ihre Uni-Prüfungen. Ganz in Gedanken versunken geht sie weiter und kommt am Zoo vorbei. Da sie nichts Besseres zu tun hat, geht sie durch den mit Glyzinen gesäumten Eingang, um sich eine Eintrittskarte zu kaufen. Weil sie warten muss, blickt sie sich interessiert um. Da zieht etwas Buntes, Schimmerndes ihre Aufmerksamkeit auf sich und sie sieht genauer hin. Das was ihre Aufmerksamkeit erregt hat, ist ein kleiner Vogel, der seinen azurblauen Kopf neugierig durch die Käfigstäbe streckt. Er blickt sie aus dunklen, intelligenten Augen an. Er ist so süss, denkt Angela und ist ganz aus dem Häuschen. Ich glaube, ich nenne ihn Eros! Plötzlich kommen drei weitere Vögel, die gleich wie „Eros“ aussehen, angeflogen. Sie beginnen fröhlich zu zwitschern und schmiegen sich aneinander. Angela lässt den Blick durch die Voliere schweifen. Es hängen überall Glöckchen und Spielzeuge und an der Wand ist ein Schild angenagelt worden. Auf dem Schild steht:

Blaugenick-Sperlingspapageien                                                                                      Diese Papageienart gehört zu der Gattung Neuwelt-Papageien. Die bunten Vögel sind sehr gesellig und verspielt. Sie werden in vielen verschiedenen Farben gezüchtet. In freier Wildbahn trifft man sie aber nur selten mit blauem Gefieder an. Alle Exemplare in unserem Zoo sind gezüchtet. Sperlingspapageien zählen zu den intelligentesten Papageienarten und können sehr gut als Haustiere gehalten werden.

Einer der Vögel, dessen Gefieder einen leichten Grünstich hat, beginnt seinen Schnabel an Eros zu reiben. „Papageien drücken so ihre Zuneigung aus.“ Angela dreht sich ruckartig um und blickt in die wachen Augen einer älteren Dame, die ein Kärtchen an ihrer Jacke befestigt hat. Darauf steht: Lydia Fröhlich, Tierpflegerin  Sie öffnet die Käfigtür und zwinkert Angela zu: „Möchtest du mit reinkommen?“ Angela ist verdutzt, sagt dann aber „Ja, gerne“ und schiebt sich durch die halboffene Tür der Voliere. Die Papageien zwitschern und flattern aufgeregt auf. „Alles gut, sie machen dir nichts“, sagt Lydia, als Angela erschrocken einen Schritt zurücktritt. Lydia geht auf die Papageien zu und streckt Eros den Finger hin. Der kleine Vogel legt den Kopf schief und flattert auf den Finger der hellhaarigen Frau. Als Lydia sich mit schelmisch blitzenden Augen umdreht, bemerkt Angela erstaunt, dass die Augen der älteren Dame, genau die selbe Farbe haben, wie das blaue Gefieder von Eros. „Das ist Venus, sie ist erst letztes Jahr geschlüpft.“ Angela muss lachen: „Ich hätte sie Eros genannt.“ „Das kann ich gut verstehen, sie ist wirklich süss.“ sagt Lydia, die einen liebevollen Blick auf den zierlichen Vogel wirft. „Ich habe sie selbst aufgezogen, da ihre Mutter an Vogelmilben gestorben ist. Willst du sie halten?“ Angela ist ganz verblüfft: „Darf ich das denn?“ „Natürlich“, Lydia grinst, „meinst du ich hätte sonst gefragt?“ Sie zeigt Angela wie man Venus halten muss, gibt ihr den kleinen Vogel in die Hand und entfernt sich langsam. Venus piepst leise und dreht sich in Angelas Hand. Angela lächelt zufrieden. Währenddessen säubert Lydia die Voliere. Plötzlich winkt sie Angela zu sich. „Schau mal, das erste ist geschlüpft“, sagt sie und späht in einen Nistkasten hinein. Angela setzt Venus auf einem naheliegenden Ast, der von der Decke hängt, ab und linst in den Nistkasten. Tatsächlich, ein kleines Etwas sitzt dort auf einem Polster aus Daunen. Es sieht nicht besonders niedlich aus, mit seinem kahlen, überdimensionalen Kopf und den geschlossenen Augen. Aber trotzdem hat es etwas an sich, das einen Beschützterinstinkt weckt. Es piepst leise und einer der Vögel flattert hektisch auf. Schnell entfernen sich Angela und Lydia, um Platz zu machen. Der Vogel fliegt sofort in den Nistkasten. Angela guckt nochmal hinein und sieht, dass der Vogel die Flügel besitzergreifend über dem Küken ausgebreitet hat. „Das ist Saphira, sie ist die Schwester von Venus.“ flüstert die Tierpflegerin, um die brütende Vogelmutter nicht zu stören. Leise kehren die beiden dem Nistkasten den Rücken zu. Da blickt Angela auf ihre Uhr und erschrickt: schon so spät, sie sollte schon längst zu Hause sein und hätte noch einkaufen müssen. „Ich muss jetzt gehen, war schön dich kennenzulernen!“. Angela stresst aus dem Vogelkäfig, flucht und rennt zur Bushaltestelle vor dem Zoo. Als  sie keuchend dort ankommt, fährt der Bus gerade ab. „Verflixt! Warum muss ich immer Pech haben.“ Entnervt holt sie ihr Handy hervor und will gerade ihren Vater anrufen, als sie sieht, dass sie einen verpassten Anruf von einer unbekannten Nummer hat. Sie verdreht die Augen und drückt die Rückruftaste. Es klingelt zweimal, dann nimmt ein junger Mann ab. „Hallo, hier ist Jasper. Wer ist da?“
Angela erschrickt: Jasper, der beliebteste Junge an der Schule hatte sie angerufen. „I-Ich bin’s, Angela. Du hast mich angerufen …“
„Oh ja, genau, ich wollte dich fragen, ob wir heute Abend ausgehen wollen? Du hast mir ja neulich beim Lernen geholfen und jetzt will ich mich revanchieren!“
Angelas Wangen werden knallrot: „Ja … ja ich würd mich freuen. Wo treffen wir uns?“ Die Leitung bleibt stumm, Jasper scheint zu überlegen. Dann sagt er: „Weisst du was? Ich hol dich einfach ab, dann können wir hingehen, wohin wir wollen.“
„Ok ,voll. So um sieben?“
„Ja, das würde passen … Ich muss jetzt auflegen, ok? Bye“
„Bye, bis später,“ Angela reisst die Augen auf. Jasper will mit ihr ausgehen! Sie rennt zum Supermarkt und kauft schnell alles ein. Der Bus kommt gerade, als sie bei der Haltestelle ankommt. Perfektes Timing, denkt sie zufrieden. Als sie aussteigen muss, geht sie schnell nach Hause. „Ich hab heute ein Date, Sofie!“ Aufgeregt kommt ihre Tante angetänzelt:  „Lass die Einkäufe einfach liegen, ich mache das, mach du dich bereit!“  Dankbar stellt Angela die schwere Tasche ab und verschwindet in ihr Zimmer.
Sie probiert verschiedene Outfits durch, bis sie sich endlich für eine Jeans und einen roten Pulli entscheidet. Darüber zieht sie ihren dunkelgrauen Mantel und einen Seidenschal an. Sie wirft einen Blick auf ihre Uhr: Schon fast sieben! Sie hat gerade noch Zeit für ihr Make-Up, dann klingelt es. Sie eilt nach unten. Atemlos reisst sie die Tür auf und steht Jasper gegenüber. Plötzlich wird sie ganz rot: „Hey“ Er sieht sie lange an und erwidert dann: „Hey Angela, können wir los?“ Sie tritt aus dem Türrahmen und stolpert. Jasper fängt sie auf. „Alles gut bei dir?“ Angelas Wangen scheinen in Flammen zu stehen, als sie atemlos antwortet: „Ja alles okay. Danke dass du mich aufgefangen hat.“
„Du siehst gut aus …“ sagt Jasper. Er nimmt ihre Hand. Angela lächelt schüchtern.

Und jetzt lassen wir die beiden alleine – fürs Erste. Macht euch auf eine Fortsetzung gefasst! Das war übrigens eine Geschichte zur Schreibübung Assoziatives Denken. Ich wollte eine Geschichte zum Wort „Vogel“ schreiben.

Viel Spass noch

Undomiel

Unnützes Wissen über Social Media

Hey zusammen, ich habe gedacht, dass ich wieder mal etwas unnützes Wissen verbreiten könnte. So here we go!

  • Jede Minute werden ca. 400 Stunden Videomaterial auf YouTube hochgeladen.
  • Das Facebooklogo ist blau, da der Gründer (Marc Zuckerberg) eine Rot-Grün-Schwäche hat.
  • Das beliebteste Essen, das auf Instagram geteilt wird, ist Pizza.
  • Der Vogel auf dem Twitterlogo heisst Larry.
  • Das am meisten genutzte Passwort ist tatsächlich „password“.
  • Das erste YouTube-Video heisst „me at the zoo“.
  • Bluetooth ist nach einem König benannt.
  • 8% aller Insta-Accounts sind fake!
  • 69% aller TikTok-Nutzer sind zwischen 16 und 24 Jahre alt.
  • Jede SEKUNDE werden auf Facebook sechs neue Profile gemacht. Das sind 500’000 neue Nutzer pro Tag.

Fun Facts über die Twilight-Filme

  • Als der erste Film gedreht wurde, war Kristen Stewart (Bella Swan) erst 17 Jahre alt. Darum hat die Regisseurin Catherine Hardwicke, Robert Patinsson auf einen Stapel Bibeln schwören lassen,  dass er von Kristen „wegbleiben“ würde.
  • Stephanie Meyer (die Autorin von Twilight) ist zweimal in den Filmen aufgetreten: Das erste Mal in dem Restaurant als Charlie und Bella zusammen essen und das zweite Mal als Hochzeitsgast.
  • 2010 waren Jacob und Isabella die beliebtesten Babynamen in der USA – und das nur, weil so viele Twilight-Fans Eltern geworden sind. Jacob war aber schon lange vorher auf Platz eins: Von 1999 bis 2012!!!
  • Kristen Stewart musste in allen Filmteilen Kontaktlinsen tragen, da sie nicht braune, sondern grüne Augen hat.
  • Das Lied „Bellas Lullaby“ wurde wirklich von Robert Pattinson komponiert.
  • Taylor Lautner (Jacob Black) hatte keine Ahnung, um was es in Twilight geht, als er für seine Rolle vorspielte.
  • Kristen Stewart hat mal gesagt, dass sie lieber mit dem Charakter Eric als mit Edward ausgehen würde, da sie „auf Nerds steht“.
  • Henry Cavill (The Witcher) wäre Meyers erste Wahl für Edwards Rolle gewesen, aber als die Filme gedreht wurden, war er zu alt für die Rolle.

23. Dezember: Vorweihnachtsabend

Es ist der 23. Dezember und Lea blickt nachdenklich aus dem Fenster «Ach Mama», seufzt sie, «wo bist du jetzt bloss?» Das verstehst du, liebe Leserin oder lieber Leser, wahrscheinlich nicht. Deshalb erkläre ich es dir. Leas Mutter Emily Blossom ist eine Ornithologin und reist um die Welt, deshalb sehen sich Mutter und Tochter nie. Das einzige was Lea von ihrer Mutter hat, sind die vielen Postkarten, die sie immer wieder bekommt. Die letzte Postkarte, die im Briefkasten lag, kam aus Neuseeland. Lea liest sie jetzt schon zum sechzehnten mal durch.

Liebe Lea,

Ich hoffe, dir und Papa geht es gut. Vorne auf der Karte siehst du Neuseeland von oben. Ich liebe diese Insel. Ich bin hier auf einen interessanten Fund gestossen, aber darüber möchte ich noch nichts verraten. Ich denke, es würde dir hier genauso gefallen wie mir, mit diesen vielen aussergewöhnlichen Tieren. Erst gerade habe ich einen Kea gesehen, das ist eine sehr seltene Papageienart. Wenn du mir zurückschreibst, musst du mir unbedingt erzählen, was mit diesem Daniel läuft. Das letzte Mal hast du so verliebt getönt, dass ich mich richtig für dich gefreut habe. Zumindest wünsche ich dir viel Glück ;). Vielleicht sehen wir uns ja bald wieder. Kuss
Mama

Als Lea die Postkarte wieder weglegt, hat sie Tränen in den Augen. Sie blickt die vielen Postkarten an ihrer Pinnwand an. Da ist eine aus Chile, eine aus Norwegen, eine aus Korsika und eine aus Indien. Das sind ihre Lieblingskarten. Dann blickt sie wieder aus dem Fenster. Das beschlagene Glas gibt den Blick auf eine dunkle Strasse frei, die nur von einer Strassenlaterne beleuchtet wird. Vor ihren Augen beginnen die ersten Schneeflocken zu fallen. Lea dreht am Fenstergriff, öffnet das Fenster und streckt den Kopf in die kalte Winterluft. Als sie blinzelt, bemerkt sie, dass unten auf der Strasse eine Kerze leuchtet. Neugierig blickt sie genauer hin. Da liegt doch ein Zettel.

Schnell zieht sie sich die erstbesten Schuhe an, die ihr in die Hände fallen. Na toll, es sind die glitzernden roten Pumps, die zu ihrem Weihnachtsoutfit gehören, das sie immer noch anhat. Bevor sie so rührselig geworden ist, hat sie nämlich das rote Kleid und die Strümpfe anprobiert. Sie geht morgen Abend mit ihrem Vater zum Weihnachtsfest des strengen Teils der Familie. Darum muss alles perfekt sitzen. Lea reisst sich von ihren Gedanken los und stürzt die Treppe herunter. Dieser Zettel hat ihre Aufmerksamkeit geweckt und Ablenkung ist genau das, was sie momentan gebrauchen kann. Als sie bei der Haustür ankommt schnappt sie sich ihren Mantel von der Garderobe. Sie geht die Strasse entlang, bis sie bei der Kerze ankommt. Langsam beugt sie sich zum schon ziemlich verschneiten Boden hin. Bedächtig hebt sie den Zettel auf und klappt ihn auf. Dort steht in verschmierter Schrift:

Hey Lea, ich wusste, dass dieser Zettel deine Neugier wecken würde. Ich würde mich sehr freuen, wenn du heute Abend an das Rheinufer beim Spielplatz kommen würdest. Ich bin um 18:30 dort.

Lea blickt auf ihre Armbanduhr. Es ist schon 18:14 und bis zu der beschriebenen Stelle dauert es  mindestens eine Viertelsund zu Fuss. Lea fasst einen Entschluss: Wer immer sich die Mühe macht, ihr so einen Brief zu schreiben, hat ein Recht auf ihre Aufmerksamkeit. Also wirft sie noch einen kurzen Blick zurück zum Haus und geht dann mit schnellen Schritten in Richtung Rhein. Als sie halb erfroren ankommt, wirft sie noch einmal einen Blick auf ihre Uhr. Es ist 18:34. Sie eilt zu dem Ort, von dem sie im Brief gelesen hat. Dort steht, im Licht des Karussells, ein junger Mann, der ihr den Rücken zugekehrt hat. «Lea bist du es?» fragt der Mann. Lea stutzt: «Daniel? Was machst du hier?» Daniel dreht sich um: «Komm bitte mit, ich möchte dir etwas zeigen, Lea» «Aber … » beginnt sie, wird aber von Daniel an der Hand gepackt und mitgezogen. Da gibt Lea das Fragen auf. Zusammen gehen sie die dunkle, verschneite Strasse entlang. Der Junge in Schal, Mütze und mit Fäustlingen und das Mädchen in einem glitzernden roten Kleid mit passenden High Heels und einem dunkelgrauen Mantel. «Ist dir kalt?», Daniel blickt sie fragend an und sieht, dass sie zittert. Ohne etwas zu sagen, legt er ihr seinen Schal um. Eine kurze Zeit gehen sie schweigend weiter. Dann fragt Lea abrupt: «Wo gehen wir hin, Daniel?» Seine Antwort ist nur ein geheimnisvolles «Das wirst du schon sehen …» Jetzt ist Lea nur noch neugieriger, aber Daniel beginnt schon wieder zu sprechen: «Weißt du eigentlich wie schön dieses Kleid ist? Ich finde es steht dir super.» Lea wendet den Kopf ab um zu verbergen, dass sie rot wird. «Danke, das ist sehr  nett von dir» Dann bindet Daniel ihr plötzlich mit einem Tuch die Augen zu und sagt: «Du darfst nicht gucken, das wird eine Überraschung.» Durch das Tuch sieht Lea ein rotes Schimmern und trotz Daniels sanfter Führung bemerkt sie, dass sie über eine Türschwelle ins Warme treten. «Warte bitte hier, Lea» sagt er und Lea spürt dass er sich entfernt. Kurz darauf hört sie, dass Daniel sich leise mit jemandem unterhält. Dann kommt er wieder zu ihr und führt sie weiter. «Du kannst dich setzten, da steht ein Stuhl» sagt Daniel leise und als sie sich gesetzt hat nimmt er ihr das Tuch ab. Sie sitzt an einem runden Tisch aus poliertem Mahagoni auf dem ein weihnachtliches Blumengesteck mit einer Kerze darin steht. Daniel setzt sich ihr gegenüber hin, während sie sich im Raum umschaut. Der Tisch, an dem sie sitzen, steht am Fenster und im Raum verteilt stehen vier weitere leere Tische. Die Decke und der Boden sind beide aus Holz, das im Licht der Kronleuchters aus wunderschönen Prismen, golden glänzt. Die Wände sind in einem Grünton gestrichen und mit Fotos von schönen Landschaften übersäht. Im Hintergrund läuft leise das Lied «Last Christmas». Lea wendet den Blick wieder dem jungen Mann zu, der ihr gegenüber sitzt, und bemerkt, dass Daniel eine Rose in der Hand hält. Die Rose ist orange und hat an den Rändern der Blütenblätter eine rote Linie. «Für dich», Daniel sieht ihr in die Augen. Leas Wangen werden bei dem intensiven Blickkontakt ganz rot, aber auch Daniels Gesicht wird leicht rosa. Da sie völlig versunken in ihrer eigenen Welt sind, erschrecken sie sich beide, als die Türe aufgeht. Hinein kommt ein Mann der ihnen eine Speisekarte bringt. Jetzt wird Lea klar, dass sie in einem Restaurant sind. Als der Kellner wieder gegangen ist, studieren die beiden die Speisekarte. Lea überlegt noch, als sie das Wort an ihren Gegenüber wendet: «Was nimmst du Daniel?» «Weiss noch nicht … Du?» fragt er zurück und sie sagt: «Ich weiss nicht ob ich den Lachs mit gedünstetem Gemüse oder das Rindsfilet mit Kartoffelkroketten nehmen soll.»  Da lacht Daniel: «Ich hatte auch die beiden im Auge. Wie wäre es, wenn wir beides je einmal bestellen und dann teilen?» «Das wäre eine tolle Idee, dann kommen wir in den Genuss von beidem», sagt Lea und muss auch lachen.

Als der Kellner wieder kommt bestellen sie und plaudern dann weiter. Die beiden lachen viel und haben Spass. Dann kommt das Essen und der Kellner bringt eine kleine Überraschung mit. Einen Krug Fruchtbowle, deren Früchte zu lauter kleinen Herzen geformt sind. Nachdem Lea und Daniel sich fröhlich bedankt haben, stellen die beiden Teller mit dem Essen in die Mitte des Tisches. Da nimmt Daniel eine Gabel voll Lachs und steckt ihn Lea in den Mund. «Und wie schmeckt es?» neckt er sie. «Probier doch selbst» antwortet sie und füttert ihn mit einem Löffel voll Gemüse. Lachend füttern sie einander und bestellen dann noch ein Coupe Hot Berry. Auch den teilen sie, genau wie das Essen. Die Zeit vergeht wie im Flug. Als sie bezahlt haben und langsam nach draussen gehen wollen, nimmt Lea Daniels Hand und beginnt mit ihm zu dem im Hintergrund laufenden «Mistletoe» von Justin Bieber zu tanzen. Ihre Rose steckt Lea in ihr offenes Haar. Für kurze Zeit macht Daniel mit, aber dann gesteht er ihr leise: «Eigentlich bin ich nicht so ein Tanzfan, Lea.» «Ich eigentlich auch nicht, ich wollte nur schauen, wie du reagierst.» antwortet sie. Dann gehen die beiden Hand in Hand nach draussen, ans Rheinufer. Unter einer Strassenlaterne setzten sie sich auf eine Mauer und blicken auf den tosenden Fluss der im Mondlicht schimmert. Dann legt Daniel eine Hand an Leas Wange und küsst sie sanft. Lea küsst ihn zurück. Und als sie aufhören, legt Daniel eine Hand um ihre Schulter. Nach einer Weile Schweigen fragt Daniel: «Lea willst du mit mir zusammen sein?» Da muss Lea nicht lange überlegen «Ja, das will ich», ruft sie in die Nacht hinaus und küsst ihn noch einmal. Etwas später begleitet Daniel die zitternde Lea nach Hause und verabschiedet sich: «Ich hoffe, wir sehen uns morgen wieder.» «Daniel», flüstert Lea leise, «du bist mein Weihnachtswunder!» Dann küsst sie ihn flüchtig, bevor sie im Haus verschwindet. Leise steigt sie die Treppe in ihr Zimmer hoch. Sie schaut aus ihrem Fenster und sieht ihren Freund im Schneegestöber davongehen. Sie öffnet das Fenster und ruft hinaus: «Ich liebe dich, Daniel!» und er ruft zurück «Und ich liebe dich, Lea!» Sie schliesst das Fenster und setzt sich an ihren Schreibtisch. Sie nimmt ein Briefpapier hervor und beginnt zu schreiben …

Liebe Mama,

Vielen Dank für das Glück, das du mir gewünscht hast. Ich berichte dir jetzt alles über Daniel und mich …

Und jetzt lasse ich Lea wieder allein ihren Brief schreiben. Vielleicht hören wir wieder mal von ihr. Und euch dort draussen wünsche ich auch so ein Weihnachtswunder, wie Lea es erlebt hat.

Frohe Weihnachten und bis zum nächsten Mal

Undomiel ❤️

17. Dezember: Fun Facts Weihnachten

  • Im Dezember werden laut Statistiken am meisten Kinder gezeugt, „Fest der Liebe“ ist also eine ziemlich passende Beschreibung.
  • Zwei Wochen vor Weihnachten trennen sich besonders viele Paare, aber am 24. Dezember am wenigsten im ganzen Jahr. Durchhalten lohnt sich.
  • 60% der schweizerischen Bevölkerung gibt über 50 Franken für Weihnachtsgeschenke aus. Das Portemonaie nimmt ab.
  • Der beliebteste Weihnachtsbaum der Schweiz (Nordmann-Tanne) hat durchschnittlich 178’333 Nadeln.
  • Wie stellt man sich Rudolph das Rentier mit der roten Nase vor? Mit Geweih natürlich! Aber dann müsste er eine „sie“ sein, denn männliche Rentiere werfen ihr Geweih schon im Herbst ab.
  • In der Weihnachtszeit werden etwa ein Drittel mehr Herzinfarkte ins Spital eingeliefert – also lasst euch nicht stressen.
  • 2018 war ein Leserjahr. 58% der Weihnachtsgeschenke waren nämlich Bücher und E-Books. Das wird nur noch von Süssigkeiten geschlagen.

11. Dezember: Fun Facts über Harry Potter

  • Harry hat am selben Tag Geburtstag wie seine Schöpferin J. K. Rowling
  • Ursprünglich hat Rowling geplant, dass Ron stirbt, sie hat es sich dann aber anders überlegt.
  • Daniel Radcliffe, der Harry Potter spielt, war allergisch gegen Kontaktlinsen, deshalb hat Harry im Film keine grünen, sondern blaue Augen
  • Harrys Narbe musste während allen Filmen ca. 5800 neu aufgemalt werden.
  • Albus Dumbledore ist schwul. Er war in Grindelwald verliebt.
  • Die Schauspielerin, die die „maulende Myrte“ spielt, war beim Dreh 36 Jahre alt.
  • Seit 2007 gibt es in Frankreich Harry Potter-Briefmarken.
  • Der Schauspieler, der den jungen Tom Riddle spielt, ist der Neffe von Ralph Fiennes, der Voldemort spielt.

4. Dezember: Fun Facts Schweiz

  • Die zweitgrösste Bahnhofsuhr Europas ist in Aarau zu finden. Sie ist grösser als das Zifferblatt des Big Ben
  • In Der Schweiz heissen die meisten Kühe Bella.
  • In der Schweiz fahren die Frauen laut Statistiken besser als Männer.
  • Die 1000 Franken Note hat den höchsten Geldnotenwert der Welt.
  • Es gibt ca. 1500 Seen in der Schweiz. Und man ist in der Schweiz nie weiter als 16 km von einem See entfernt.
  • 60% des schweizer Stroms wird durch Wasserkraft generiert.
  • James Bonds Mutter ist Schweizerin.
  • Die Schweiz hat weniger Einwohner als New York City.
  • In der Schweiz wurde eine internationale Anti-PowerPoint-Partei gegrüdet.
  • Im Genfer See liegen über 40 Schiffswracks.
  • Es gibt über 450 Käsesorten in der Schweiz.
  • In Bern steht der sogenannte Kindlifresser-Brunnen und niemand weiss, warum.
  • In der Schweiz können Tiere einen Anwalt haben
  • Der kleinste Rebberg der Welt gehört dem Dalai Lama und steht im Wallis. Er ist 1.67 Quadratmeter gross (öhhh klein).

Fan Facts Tiere

  • Honigbienen haben keine Organe, mit denen sie Hören können, sind aber sehr vibrationsempfindlich. Sie spüren, dass wir zu ihrem Nistplatz kommen, bevor wir dort ankommen.
  • Pferde und Kühe können keine Treppen hinuntergehen.
  • Kraken haben drei Herzen. Zwei davon pumpen das Blut in die Kiemen und das dritte durch den Rest des Körpers.
  • Ein erwachsener Hund hat im Durchschnitt 42 Zähne.
  • Wenn eine Katze dreifarbig ist, wird sie Glückskatze genannt, und ist meistens ein Weibchen.
  • Wenn sich Eichhörnchen begegnen, küssen sie sich um sich gegenseitig wiederzuerkennen.
  • Der Koala schläft etwa zwanzig Stunden pro Tag und damit das faulste Tier der Welt.
  • Tiger haben nicht nur gestreiftes Fell, sondern auch gestreifte Haut.
  • Die Zunge eines Blauwals wiegt mehr als die meisten Elefanten.
  • Fische können ertrinken.
  • Hummer haben blaues Blut.
  • Eulen haben drei verschiedene Augenlieder. Mit dem ersten können sie blinzeln, das zweite brauchen sie zum Schlafen und mit dem dritten säubern sie das Auge.
  • Mauersegler können bis zu zehn Monate am Stück fliegen.
  • Schildkröten werden bis zu 150 Jahre alt.

Thema des Monats: LGBTQ+

LGBTQ+ steht für Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer,+.
Man kann auch LGBTTTQQIAA schreiben. Das bedeutet:

Lesbian
Gay
Bisexual
Transgender
Transsexual
Two-Spirit
Queer
Questioning
Asexual
Ally

Seit etwa 1970 ist die Regenbogenflagge ein Symbol für LGBTQ+. Sie wird auch die «Pride-Flagge» genannt, was so viel heisst wie «Flagge des Stolzes». Die Farben der Fahne sind: Rot für Leben, orange für Heilung, gelb für das Sonnenlicht, grün für die Natur, königsblau für Harmonie oder Klarheit und violett für den Geist. Ursprünglich waren auch Pink und türkis vorhanden, die aber gestrichen wurden. Es gibt unzählige verschiedene Fahnen für die verschiedenen Arten der Sexualität. Ich zähle jetzt nicht alle auf, da dies sehr sehr lange dauern würde …
Es gibt leider immer noch viele Übergriffe und Beleidigungen an sexuell Andersorientierten. Es verlangt bestimmt viel Mut, sich zu outen, und es ist nicht fair, jemanden zu beleidigen oder sogar anzugreifen weil er/sie nicht hetero sind.
Da dass das Thema des Monats ist, sind im Lesezentrum viele tolle Bücher  ausgestellt. Hier ein paar Beispiele:

Als ich Amanda wurde, Dieses Leben gehört Alan Cole (bitte nicht knicken), Traumtänzerin, Ich bin ich und jetzt?, Eine Handvoll Lila, etc.

Schaut doch mal vorbei, liebe Schülerinnen und Schüler, vielleicht gefällt euch eines dieser Bücher

Ciao
Undomiel

Rick Riordan

Rick Riordan wurde 1964 in San Antonio in Texas geboren. Schon als Kind war er fasziniert von Fantasy-Büchern und las allein «Herr der Ringe» zehn Mal! Eigentlich wollte er Gitarrist werden, zum Glück wurde er dann aber doch Lehrer und kam so zum Schreiben. Er unterrichtete griechische Mythologie an einer Mittelstufe und schrieb nebenbei Mystery-Romane für Erwachsene.

Zu «Percy Jackson» hat ihn sein Sohn Haley inspiriert. Haley hat ADHS und Legasthenie und auch Percy, die Hauptfigur des fantastischen Buchs hat beide Diagnosen – und profitiert sogar davon. 2005 wurde der erste Band «Diebe im Olymp» veröffentlicht. 2009 wurde der letzte Band «Die letzte Göttin» herausgebracht. Riordan hat später die «Helden des Olymp» geschrieben, in denen Percy und seine Freunde, aber auch neue Charakteren vorkommen. Diese Bücher handeln nicht nur von der griechischen, sondern auch von der römischen Mythologie. Riordan hat auch Bücher über die ägyptische Götterwelt (Kane-Chroniken) und die nordische (Magnus Chase) verfasst. Viele Personen, die in seinen Bücher mitspielen, kennen sich oder sind verwandt. Z.B Annabeth Chase (aus Percy Jackson) ist die Cousine von Magnus Chase. Es gibt sogar einen Extraband, in dem sich die Hauptpersonen aus Percy Jackson und den Kane-Chroniken treffen.

Rick Riordan hat viele Preise gewonnen. Und das zu Recht, seine Bücher machen wirklich Spass. Sein neustes Buch ist übrigens der vierte Band von Magnus Chase und heisst «Geschichten aus neun Welten». Schaut doch einfach mal, was ihr im Lesezentrum findet. Rick Riordans Bücher sind wirklich super und Frau Schaub kauft zum Glück alle ein.

Viel Spass damit
Arwen